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Superkondensatoren könnten die die zweite Karriere der Stinkfrucht sein

Asiatischer Durian stinkt gewaltig, hat aber auch angenehmere Seiten. Aus der Frucht gewonnenes Kohlenstoffgel lässt sich zum Bau von Superkondensatoren nutzen. Bild: ddp/ALEXANDER PODSHIVALOV

Kann eine Frucht von zweifelhaftem Ruf eine grüne Alternative zu Batterien sein? Vielleicht schon. Die nächste Generation von Superkondensatoren könnte an den Bäumen Asiens wachsen und unter der Motorhaube des Teslas enden.

Vielleicht kommt selbst Elon Musk bald auf den Geschmack. So wie ein paar hundert Millionen Asiaten: Für sie ist die Stinkfrucht Durian eine Delikatesse. Für Musk könnte sie die Lösung eines Problems sein. Denn die Stachelfrucht bietet, was Ingenieure auf der ganzen Welt derzeit suchen. Könnte ihr poröses Fruchtmark doch besser als jedes andere Naturmaterial Energie speichern. Australische Wissenschaftler träumen schon davon, aus der Durian einen nachhaltigen Hochleistungs-Energiespeicher zu machen.

Forschungsteams versuchen seit langem, eine alternative Technologie für herkömmliche Batterien zu entwickeln. Dafür gibt es gute Gründe: Zur Herstellung von Batterien braucht es große Mengen von seltenen und teuren Rohstoffen wie etwa Lithium. Zudem gibt es für viele dieser Stoffe nicht nur Besorgungs- sondern auch Entsorgungs-und Recyclingprobleme. Zugleich steigt die Nachfrage nach Hochleistungs-Energiespeichern rasant an. Von Handys bis zum Elektroauto - Energie ist der Motor der Zukunft, ohne Energie gibt es keinen Fortschritt, können die Bedürfnisse einer wachsenden Weltbevölkerung nicht gedeckt werden. Die Klimakrise, getrieben durch fossile Energieträger wie Öl und Kohle, verlangt nach regenerierbaren Energieträgern.

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