Liechtenstein

Schulen sind gerüstet für Normalbetrieb

Ein kleiner Schwenk noch zu den Landesgrenzen: Dürfen beim Besuch einer Cousine auf dem Rückweg Waren mitgeführt werden, oder läuft das unter dem nach wie vor nicht erlaubten Einkaufstourismus? Dominique Hasler betont, dass eine solche Frage im Detail schwierig zu beantworten sei. Sie selbst würde dazu raten, es vorerst beim Besuch der Cousine zu belassen.

Alle Massnahmen werden von der Task Force «Bildung» wachsam begleitet, erklärt Dominique Hasler. Wenn das Infektionsgeschehen sich in den nächsten Wochen weiter so positiv gestaltet, können Lockerungen ins Auge gefasst werden.

Die nächste Frage dreht sich um den Transport der Schüler. Peter Hilti verweist im Fall der RS Vaduz auf die Empfehlung, wenn möglich zu Fuss oder mit dem Fahrrad zur Schule zu kommen. Im Bus sei nach Möglichkeit eine Schutzmaske zu tragen.

Elisabeth Büchel betont bezüglich einer Frage zur Segmentierung der Schüler in verschiedene Altersgruppen, dass in Ruggell für die jüngeren Schüler die gleichen Regeln gelten wie für die älteren. Beispielsweise würden auch bei den Erst- und Zweitklässlern die Tischabstände von zwei Metern eingehalten. Ältere Schüler sollen sich auf keinen Fall benachteiligt werden.

Arnold Kind bestätigt solche Anfragen. Meist seien es Eltern, die selbst einer Risikogruppe angehörten und Angst hätten, dass die Kinder das Virus mit nach Hause bringen könnten. «Da gilt es, behutsam vorzugehen÷, weiss er und betont die Wichtigkeit eines einfühlsamen Dialogs mit den Betroffenen.

An der RS Vaduz sind die Schüler gemäss Peter Hilti offen und wissbegierig. An die Anweisungen würden sich alle zuverlässig halten.

Elisabeth Büchel hat festgestellt, dass die kleinen Kinder im Primarschulalter das Ganze sehr ernst nehmen. Es gehe darum darauf zu achten, dass daraus keine Angst entstehe.

Dominique Hasler betont, dass die Abklärungen diesbezüglich laufen. «Es ist wichtig, das wissenschaftliche Grundkonzept zunächst abzuklären.»

Die Bildungsministerin bedankt sich bei allen Schülern nochmals für ihren Einsatz in den vergangenen Wochen.

Eine funktionierende Kommunikation, wenn es beispielsweise um Fragen von Eltern und Schülern geht, ist auch weiterhin das A und O, wie Hasler herausstreicht. 

Nun gehe es darum, die richtigen Erkenntnisse aus diesen Erfahrungen zu ziehen, um sie künftig gewinnbringend anzuwenden. «Lernen ist ein lebenslanger Prozess.»

Dominique Hasler betont nochmals die «historische Teamleistung» aller Beteiligten in den vergangenen Wochen.

"Wir müssen uns da wirklich aufteilen, und mit diesem Organisationsmodel sind wir zuversichtlich, dass das funktioniert", so Hilti.

Eine Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht ist letztlich nur die logische Konsequenz aus den räumlichen Einschränkungen. Bezüglich der Unterrichtsgestaltung wird laut Hilti darauf geachtet, dass die Promotionsfächer im Präsenzunterricht gelehrt werden, die anderen Fächer vornehmlich im Fernunterricht.

Bei zwei Metern Distanz können nicht alle Schüler einer Klasse im gleichen Raum untergebracht werden. In der RS Vaduz wären so 32 Räume nötig, so Hilti.

Peter Hilti spricht von einer Unsicherheit, die bei den Schülern zu spüren ist. Beispielsweise bei jenen, bei denen es jetzt um die Berufswahl gehe.

Kinder bewegen sich nicht alleine durch das Schulhaus. Sie werden von einer Lehrperson begleitet.

Eine wichtige Rolle spielt das Schutzkonzept, das insbesondere auch auf die Bedingungen vor Ort ausgerichtet ist.

Bezüglich des nun anstehenden «Normalbetriebs» betont Büchel die verbindliche Einhaltung der Regeln für 3.- bis 5.-Klässler.

Ein anderer Schwerpunkt bestand in der Aufklärung zum Thema Corona. «Es ist wichtig, dass die Kinder dem Thema mit Respekt begegnen, aber nicht mit Angst», so Büchel.

Ein erstes kleines Resümee der vergangenen Wochen wagt Arnold Kind: Das Bewusstsein für die Digitalisierung ist gestiegen, die Umstellung auf den neuen Lehrplan erwies sich aufgrund einiger neuer Module als vorteilhaft, und man konnte im Zuge der Umstellung auf Fernunterricht auf gut funktionierenden Strukturen und Kommunikationsnetze aufbauen.

90 Prozent geben an, durch die Familie unterstützt worden zu sein, wenn sie bei einer Aufgabe nicht weiterkamen.

Einige Ergebnisse der noch laufenden Umfrage: 88 Prozent bewegen sich regelmässig. 69 Prozent gefällt der Fernunterricht. 92 Prozent sind mit dem Kontakt mit den Lehrpersonen zufrieden.

Letzteres könne auch umgekehrt betrachtet werden, sprich: 9 Prozent geht es weniger gut. Deshalb, so Kind, sei es ganz grundsätzlich wichtig, eine genaue Auswertung der Umfrage vorzunehmen und daraus Massnahamen für die Zukunt abzuleiten.

In den Schulhäusern sind Hygienestationen vorhanden. Das sind in erster Linie die Waschbecken mit Flüssigseife und Einweghandtüchern. «Nur wenn diese nicht zur Verfügung stehen, sollen die Kinder Desinfektionsmittel verwenden», so Kind.

Ab der 3. Primarstufe wird verstärkt auf die Einhaltung der Massnahmen geachtet. Auf der Sekundarstufe wird auf eine Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht gesetzt.

Wenn man von einem «normalen» Unterricht in der nächsten Woche rede, sei dieses «normal» immer noch in Anführungszeichen zu setzen, so Kind.

Er zitiert aus den Rückmeldungen von Schulleitern. Die Bandbreite dabei ist gross und reicht von «hat gut funktioniert» bis hin zu einer immer noch spürbaren Angst bei den Schülern, weil die Geschehnisse der zurückliegenden Wochen weiterhin präsent sind.

Nach Auffahrt können sich Schülerinnen und Schüler auch via Chat und Livestream an das Bildungsministerium wenden und ihre Fragen loswerden.

Diese Informationsmaterialen sollen der Bevölkerung nun auch »ganz breit zur Verfügung gestellt werden», so Hasler.

In diesem Zusammenhang ist auch die Kampagne «Heben Sorg» zu erwähnen. Sie zielte darauf ab, Schülern mit einfachen Einleitungen eine Übersicht über die wichtigsten Massnahmen zu bieten.

Es sei wichtig, in der Schule nun zielgruppengerecht zu agieren, um die Umsetzung der Schutzkonzepte zu gewährleisten.

«Die Schulen sind nicht mehr die gleichen, die sie waren, als wir sie am 13. März gschlossen haben», sagt Bildungsministerin Hasler.

An der Pressekonferenz soll einerseits auf die Einführungswoche zurückgeblickt werden, andererseits richtet sich der Blick auf die kommende Woche, wenn der Schulbetrieb wieder aufgenommen wird.

Nach den ersten fünf Tagen sei eine gewisse Erleichterung beim Lehrpersonal, den Schülern und den Eltern deutlich spürbar

Bildungsministerin Dominique Hasler spricht eingangs von einem «Wendepunkt», den die Einführungswoche sowie der nun bevorstehende Übergang in den "Normalbetrieb" darstellten.

Football news:

Mbappe on the murder of George Floyd by a police officer: Justice for George🗣 ️ ✊ 🏽
Lev about the Bundesliga: the Players perform with such enthusiasm, as if there are 80,000 spectators in the stadium
Milan is Interested in Edegor (Sport Mediaset)
Fiorentina is Interested in Napoli defender Gulyam
Presenting the trophy in the era of coronavirus: the medals and Cup are taken by themselves, stand in circles to observe the distance – and then still hug
Tiago is leaning towards extending his contract with Bayern
Allegri confirmed that he will train abroad. The President of Cagliari about the ex-coach of Juve